Mediensammlung

Marina Abramović, Ulay, A Performance Anthology I (1975-1980)
Marina Abramović, Ulay, A Performance Anthology I (1975-1980). 3. Teil: 14 Performances Relation Work (1976-1980),1976-1980


Bitte beachten Sie
: Die Sammlungsbestände der Hamburger Kunsthalle sind im Juli 2014 wegen der anstehenden Modernisierung leider nicht zu sehen. Wir um Verständnis! Freuen Sie sich auf unsere Highlight-Präsentation SPOT ON, die wir vom 1. August 2014 bis 3. Januar 2016 auf knapp 2.000 Quadratmetern im Sockelgeschoss der Galerie der Gegenwart präsentieren werden.

Video hat sich seit den späten 1960er Jahren zum avanciertesten künstlerischen Medium entwickelt, das eine große gestalterische Bandbreite vom Ein-Kanal-Video bis hin zur raumfüllenden Installation bereithält. Künstler traditioneller Gattungen wie Skulptur, Malerei oder Photographie nutzten die formalen und inhaltlichen Möglichkeiten des neuen Mediums und ermöglichen dadurch ein neues Bildverständnis. Bilder und Töne wurden auf ihre eigene Zeitlichkeit, ihre Manipulierbarkeit und Dauer gattungsübergreifend untersucht.

Die Mediensammlung der Hamburger Kunsthalle besteht seit 1977 und wurde im Laufe der Jahre zum größten Museumsbestand für Medienkunst im norddeutschen Raum ausgebaut. Aus Anlass des Festivals für Medienkunst MEDIALE, 1993 in Hamburg, übernahm Frank Barth den systematischen Aufbau einer eigenen Abteilung und der ihr zugehörigen Sammlung. Das Ziel ist, eine exemplarische Auswahl aus der facettenreichen Geschichte der Videokunst zusammenzutragen und für die Vervollständigung von Sammlungsschwerpunkten des Hauses zu sorgen. Zurzeit gibt es ca.300 Positionen für die Videokunst (Mehrkanal-Installationen, Single-Tapes, Künstlerfilme u.a.) und 340 Positionen aus dem Audiobereich (Langspielplatten, Compact Discs und Audiokassetten).

Zu einer weiteren Aufgabe der Bestandspflege entwickelte sich die Kooperation mit jungen Hamburger Künstlern, deren neue Ansätze einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die aufwändige technische und finanzielle Basis wurde durch eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Sammlern von Videokunst und großzügigen Sponsoren ermöglicht.

Seit 1999 wurde der VIDEO Club 99 ins Leben gerufen, um eine kontinuierliche Präsentationsplattform für den Bestand und Neuerwerbungen zu schaffen. Künstler wurden zu Aktionen eingeladen, Videoprogramme organisiert und einzelne Positionen wurden ausführlicher vorgestellt. Zwei große Ausstellungen, Schrägspur, 2002, und Sommerfrische, 2004, zeigten thematische Zusammenstellungen aus der Sammlung. 2006 wurde eine dritte umfangreiche Ausstellung unter dem Titel SNAFU. Medien, Mythen, Mind Control realisiert.

In der Mediensammlung befinden sich unter anderem Werke von:
Marina Abramović | Ulay, Vito Acconci, Joseph Beuys, Claus Böhmler, Candice Breitz, Günter Brus, Chris Burden, Peter Campus, Tracey Emin, Valie Export, Dan Graham, Johan Grimonprez, Rebecca Horn, Christian Jankowski, Joan Jonas, Mike Kelley, Gordon Matta-Clark, Shirin Neshat, Jane und Louise Wilson, Dennis Oppenheim, Walid Raad/The Atlas Group, Ulrike Rosenbach, Gregor Schneider, Richard Serra, Franz-Erhard Walther, Gillian Wearing, Hannah Wilke.