Übergabe und Präsentation des
13. Baloise Kunst-Preises in der Hamburger Kunsthalle: Sack Barrow von Ben Rivers

Am 30. Mai 2012 und ab 8. Juni 2012 in der Ausstellung Lost Places. Orte der Photographie

Ben Rivers (*1972) Sack Barrow, 2011 (film still)
Ben Rivers (*1972), Sack Barrow, 2011 (film still), 16 mm Film, 21 Minuten, Hamburger Kunsthalle, Geschenk der Baloise Group 2011, © Ben Rivers/Kate MacGarry, London

 

Am 30. Mai 2012 übergibt die Baloise Group der Hamburger Kunsthalle den Film Sack Barrow (2011, Dauer: 21 min.) von Ben Rivers (* 1972, in Somerset, England) als Schenkung. Der britische Künstler ist Träger des 13. Baloise Kunst-Preises, der ihm im vergangenen Jahr auf der Art Basel von der Basler Versicherungs-Gruppe verliehen wurde. Seit 1999 zeichnet die Baloise Group jährlich zwei junge Künstler mit dem Kunstpreis aus, der mit jeweils 30.000 Schweizer Franken dotiert ist und von einer international besetzten Fachjury vergeben wird. In Abstimmung mit der Jury erwirbt die Baloise Group darüber hinaus Kunstwerke beider Preisträger und macht sie zwei bedeutenden europäischen Museen zum Geschenk. Im Jahr 2011 fiel die Entscheidung auf den britischen Künstler Ben Rivers (*1972). Sein Film Sack Barrow (2011) geht in die Sammlung der Hamburger Kunsthalle über. Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien bekommt eine Installation des ebenso ausgezeichneten uruguayischen Künstlers Alejandro Cesarco (*1975).

In der internationalen Filmwelt längst mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, ist Ben Rivers in der Kunstszene noch ein Geheimtipp. In seinen Filmen setzt er sich mit vergessenen Orten und Biographien auseinander. Dabei geht es ihm nicht um eine dokumentarische Darstellung, sondern um die Aufzeichnung der Atmosphäre eines langsam voranschreitenden Prozesses. Rivers Filme entwickeln einen ganz eigenen Rhythmus und scheinen aus einer anderen Welt zu sein. In Sack Barrow (2011) zeigt er die letzten Tage einer alten Galvanisierungs-Fabrik im Londoner East End. Man sieht die Gesichter der Arbeiter und ihrer langsamen, methodischen Bewegungen, das Eintauchen der Metallteile in die brodelnde Flüssigkeit der Tanks. Durch extreme Nahaufnahmen wirken die Details der heruntergekommenen Fabrik in ihrer Farbigkeit wie moderne Malerei. Rivers gelingt es, die besondere Poesie der obsoleten Industriewelt in eindrucksvollen Bildern wiederzugeben. Die Hamburger Kunsthalle zeigt den Film Sack Barrow (Dauer: 21 Minuten) im Rahmen der Gruppen-Ausstellung Lost Places. Orte der Photographie vom 8. Juni bis 23. September 2012.

 

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